

Monatsspruch für Februar 2026
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
5. Buch Moses 26, Vers 11
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich bin manchmal so in meinen Alltag eingespannt, dass ich mir nicht wirklich immer klar mache, was mir an einem Tag alles geschenkt wurde.
Ich hab gerade ein Wochenende hinter mir, dass mich nach Lesen des Monatsspruches im Nachhinein sehr nachdenklich werden lässt. Eigentlich ein eher anstrengendes Wochenende: meine Tochter ist mit ihrer Familie in ihr erstes eigenes Haus gezogen und als Vater war man „natürlich“ mit dabei. Also Donnerstag nach der Arbeit noch schnell hin (sind ja auch nur 450 Kilometer von Hamburg), Freitag die letzten Sachen mitpacken und das Enkelkind abnehmen, Samstag den Umzug mitmachen und Sonntag wieder den Enkel übernehmen, damit die ersten Kisten ausgepackt werden können, um am Montag wieder zurück zu fahren ins Büro.
Soweit so gut könnte ich sagen, alles überstanden. Aber unter dem Blickwinkel des Monatsspruches fällt mir dann doch plötzlich noch so viel mehr ein, es ist nicht überstanden, es sind so viele Gründe dankbar zu sein.
Erstmal bin ich so dankbar, dass das Haus jetzt nach etlichen Monaten Kernsanierung rechtzeitig bezugsfertig geworden ist. Dann war am Samstag entgegen der Vorhersage trockenes Wetter, was so wirklich hilfreich war. Trotz krankheitsbedingter Absagen waren noch genug Helfer/innen dabei, so dass es für alle eine erträgliche Anstrengung war. Dann fiel mir ein Sofa gegen den Kopf und außer ein paar Kopfschmerzen und einer kleinen Platzwunde gab es keine Folgen. Am Ende des Tages war alles im Haus und ich konnte den Transporter wieder heil abgeben. Am Ende des Tages hatte auch der kleine Enkel die Aufregung gut überstanden.
Wieviel kann an so einem Tag falsch laufen? Und dann habe ich mir erst im Nachhinein deutlich gemacht, wie viele Gründe es gab, dankbar zu sein.
Was sagt mir das? Vor allem sagt es mir, dass ich wieder aufmerksamer mit meinem Alltag umgehen sollte.
Gott schenkt uns jeden Tag so viel, was wir manchmal als so selbstverständlich mitnehmen. Es ist so viel leichter, sich über Dinge zu ärgern, die nicht klappen. Da geraten die positiven Momente viel zu oft in den Hintergrund.
Übrigens eine Entwicklung, die sich so nicht nur im Privaten sondern in meinen Augen auch im Öffentlichen immer mehr beobachten lässt. Es wird kaum über das gesprochen, was funktioniert. Dafür wird extrem viel lamentiert über das, was vielleicht nicht so gut funktioniert.
Ich wünsche euch einen Monat voller Aufmerksamkeit für die Dinge, für die wir dankbar sein können.
Matthias Heidebrecht